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Amateurfunk an der Eichenschule
von DL8BCV, Meinolf

Anfang 1988 wurde von einem Scheeßeler Funkamateur die Idee an die Schulleitung herangetragen, das Angebot für die Schüler durch eine Amateurfunk-Arbeitsgemeinschaft zu erweitern. Als Physiklehrer der Eichenschule nahm ich die Anregung auf und gründete zum neuen Schuljahr die AFu-AG, die mit einigen Schülern und auch Erwachsenen im September 1988 unter der Regie von Karl (DJ8HL) und Wolfgang (DK3JU) Staritz in die Technik-Ausbildung einstieg. Am 7.4.1989 kehrten fünf stolze Funkamateure Sebastian (DG2BCP), Eckart (DG2BCQ), Martin (DG2BCR), Sigurd (DG2BCS) und Meinolf (DG2BCT) von der Prüfung bei der OPD Bremen zurück. Die Ausbilder ließen uns aber keine Zeit, uns auf den Lizenz-Lorbeeren auszuruhen, sondern nahmen uns gleich weiter in die Pflicht zur CW-Ausbildung.

Am 11.7.89 wurden die A-Lizenzen bei der OPD Hamburg erworben, die erste B- Lizenz ging schon am 12.9.89 an das jüngste Mitglied der AFu-AG, Sebastian jetzt DL6BCV. (Das \"Alter\" brauchte deutlich länger, um die Klopfzeichen zu erlernen.) Am 20.1.1990 erhielt die Eichenschule eine Schulstation mit dem Call DL0AGE. Das Shack wurde in einer kleinen Feier mit der Schulleitung, einigen Mitarbeitern, Vertretern des Distrikts Nordsee, des OV I19, des Elternrats, des Freundeskreises, des Schulträgers, der Presse und vier lizenzierten Schülern eingeweiht. Spenden des DARC, aus der Elternschaft, vom Freundeskreis und anderen Sponsoren haben inzwischen zu einem ansehnlichen Equipment geführt. Über dem Dach hängen und stehen eine FD4 Windom-Antenne, ein Beam FB33, eine 17el-Langyagi für 2 Meter und eine Groundplane für 70 cm und 2 m. Ein Rotor, ein Kurzwellen-Tranceiver, ein Empfänger und ein Allmode-Tranceiver für 2 Meter sind die wesentlichen Geräte im Shack. Die tatkräftige Unterstützung vieler Funkamateure aus Scheeßel und Rotenburg und; besonders des Hausmeisters Herrn Friedrich helfen der AFu-AG bei der Lösung vielfältiger technischer Probleme.

Inzwischen wurden mehrere Vorbereitungskurse an der Eichenschule veranstaltet, die einige Schüler, andere Jugendliche und auch Erwachsene zur Lizenz führten. Das Problem für den aktiven Funkbetrieb ist, daß die Schüler nach der Lizenz auch das Abitur machen und dann die Schule verlassen. Die Schulstation DL0AGE hat mit vielen Stationen im In- und Ausland Verbindung aufgenommen und trägt damit den Namen der Eichenschule Scheeßel in alle Welt.

Der CW-Kurs von Wolfgang, DK3JU, und Dieter, DL4BBE, hatte ein sehr gutes Ergebnis: Annette, DH1BAW, Herbert, DH2BAD und Heinz, DH2BAS, erreichten die A-Lizenz. Der Aufwärtstrend des OV setzte sich auch 1989 fort. An der Eichenschule schloss der dritte Technikkurs am 7.4.1989. Fünf Lizenzen gingen an die Eichenschule. Sebastian erreichte mit seinen 15 Jahren die Vorgaben für die A-Lizenz. In der Clubmeisterschaft wurde ein hervorragender vierter Platz belegt und unsere Neulizenzierten bewährten sich bei den Fielddays. Der nächste CW-Kurs wurde am 18.4.1989 begonnen.