Wettbewerbe und Veranstaltungen
In der deutschlandweiten Clubmeisterschaft 1990 erreichte unser OV mit dem zehnten Platz das bislang beste Ergebnis.Teilgenommen hatten über 350 Ortsverbände.
Im Zuge des Rotenburger Sommerfestes am Weichelsee vom 14. - 16.6.1991 konnten wir der Öffentlichkeit Amateurfunk vorführen und den Sonder-DOK "DL91" vergeben.
Wir hatten Kontakt mit einigen anderen Rot(h/t)enburgs aus dem nun wiedervereinigten Deutschland und der Schweiz. Diesem "Rot(h/t)enburger Aktivitätstag" ging umfangreicher Schriftwechsel voraus, um Hobbyfreunde in anderen Rotenburgs ausfindig zu machen. Waren sie erstmal gefunden, machten sie gern mit. Oft wurden auch die Grüße der jeweiligen Stadt- oder Gemeindeverwaltung übermittelt.
Am Himmelfahrtstag 1992 wurde im Wald bei Klein Meckelsen eine Fuchsjagd durchgeführt, bei der die von Mitgliedern der Amateurfunkarbeitsgemeinschaft der Eichenschule Scheeßel selbstgebauten Peilempfänger erprobt wurden. Die zubewältigende Strecke war etwa drei Kilometer lang, je nach Peilgeschick für manchen Teilnehmer auch länger...
Zu dieser Veranstaltung waren elf Hobbyfreunde aus Güstrow angereist, die von einem Vertreter des Landkreises Rotenburg emfangen wurden.
Beim CW-Fieldday im Juni 1992 erreichte die Mannschaft Torsten, DF5LS, Dieter, DL4BBE, Wolfgang, DK3JU, Olaf, DJ6AI, und Bernd, DL8BCS, ein gutes Ergebnis mit 704 Funkkontakten in über 100 Länder. Es kam ein spezieller Anhänger zum Einsatz, auf dem das Stromaggregat und die Antennenanlage untergebracht waren.
Schon im September hatte der Anhänger seinen zweiten Einsatz, es war SSB-Fieldday. Erreicht wurden 90 Länder bei 501 Funkverbindungen. Die Mannschaft bestand hier aus Torsten, DF5LS, Meinolf, DL8BCV, Rainer, DH5HAR, Karl, DJ8HL, Wolfgang, DK3JU, Steffen, DG9BCS, SWL Robert Dvorsky und Sigurd, DF7BM.
Beim Fieldday-Wettbewerb muss die Entfernung zum nächsten Wohnhaus mindestens 150 Meter betragen und es darf keine feste Stromversorgung und Antenne verwendet werden; alles muss "portabel" sein.
Im September 1992 besucht unser OV den OV Güstrow mit zehn Teilnehmern Mecklenburg-Vorpommern. Schon im Oktober machten sich fünf OV-Mitglieder erneut auf den Weg nach Güstrow, um eine 70cm-DX-pedition vom dortigen Inselberg durchzuführen.
Im WAEDC (Worked All Europe DX-Contest) konnte am Wochenende 8. - 9. August 1992 unter dem Rufzeichen DF0LU mit 189.819 Punkten ein sehr guter Platz erreicht werden. Die Contest-Mannschaft bestand aus Bernd (DL8BCS), Torsten (DF5LS), Olaf (DJ6AI), Wolfgang (DK3JU), und Dieter (DL4BBE).
In der Eichenschule Scheessel begann am 11.1.1993 ein neuer Kurs, an dem 12 OM's und 3 YL's teilnahmen. Am 19.1.1993 konnten fünf DE-Kennzeichen vergeben werden.
Die Spedition Oetjen spendete uns am 20.1.1993 einen ausgedienten 14-Tonnen- Anhänger, den wir mit einer von der Bundeswehr überlassenen Funkkabine ausstatteten. Seitdem ist dieses Gefährt mit Sonderzulassung im Fieldday-Einsatz und als "Blaue Elise" bekannt.
Eine Antennenaufbauübung in Helvesiek bei OM Heino fand am Samstag, den 24.4.1993 statt, anschließend wurde gegrillt.
Für den CW-Fieldday am 5. und 6. Juni 1993 hatte sich der Ortsverband besonders vorbereitet. Erstmals kam der große fahrbare Funkcontainer auf dem Fielddayplatz zum Einsatz. Die besondere Attraktion war der 18-Meter-Mast mit Rotor und 2-Element- Quad für das 10, 15 und 20-Meter Band. In knapp einer Stunde stand der Mast mit seiner imposanten Antenne. Mit 699 QSOs wurde ein respektables Ergebnis erzielt.
Anläßlich des 35-jährigen Jubilüums veranstaltete der OV am 4. und 5. September 1993 wieder einen Fieldday in Helvesiek bei OM Heino Rosenbrock (damals noch SWL, jetzt DG1RFT). Auch hier kam der Funkcontainer, die "blaue Elise", zum Einsatz. Als Besonderheit stellte OM Heino sein Funkmuseum der Öffentlichkeit vor. Nicht nur historische Geräte, auch einige Funk-LKW aus Armeebeständen gehörten dazu.
Der Funkbetrieb wurde unterstützt durch die Mannschaft am Grill und sonstige Verpflegung. Neben vielen Gästen nahmen am Grillabend auch die Funkfreunde aus Güstrow sowie der Distriktsvorsitzende Konrad Krecher, DL4BZ, teil.
Für das Jahr 1994 wurde vereinbart, im Kampf um die Clubmeisterschaft gemeinsam mit den Ortsverbänden Hoya (I 17) und Worpswede (I 45) anzutreten.
Unsere Platzierungen in der Distriktsmeisterschaft:
1989 - 4.Platz
1990 - 4.Platz
1991 - 3.Platz
1992 - 3.Platz
1993 - 2.Platz
1994 - 4.Platz
1995 - 8.Platz
1996 - 3.Platz
1997 - 5.Platz
Dank der intensiven, jahrelangen Ausbildung verfügt der OV Ende 1993 über 65 Mitglieder. Für das Jahr 1994 zeichnen sich unangenehme Ereignisse ab. Die Bundeswehr wird ihre Horchfunker-Einheit auflösen oder zumindest stark einschränken. Damit werden viele hervorragende Funker Rotenburg verlassen müssen. Zum Jahreswechsel wird eine \"EMV-Gebühr\" eingeführt in Höhe von 38,50 DM pro Jahr, die die Aufwendungen der Telekom hinsichtlich der Störfälle wegen fehlender elektromagnetischer Verträglichkeit abdecken soll. Da die Rechtsgrundlage zweifelhaft ist, werden vom DARC einige Musterprozesse geführt, deren Verlauf mit Interesse auch im OV beobachtet werden wird.
Zum Jahresende 1994 verzeichnete der OV 63 Mitglieder. Das hochgesteckte Ziel, zusammen mit den Ortsverbänden Hoya und Worpswede den Clubmeistertitel in den Distrikt Nordsee zu holen, wurde nicht erreicht. Wir belegten den elften Platz.
Zum 800-jährigen Stadtjubiläum von Rotenburg/Wümme waren verschiedene Mitglieder des OV mit dem Sonderrufzeichen DA 0 ROW im ganzen Jahr 1995 QRV und haben mehrere hundert QSOs auf Kurzwelle, UKW und über Satellit gefahren. Als Sonder-DOK konnte "ND", der Sonder-DOK des Distrikts für besondere Anlässe, vergeben werden. Dem Wunsch nach dem Sonder-DOK "ROW" wurde vom DARC leider nicht entsprochen.
Am 26.10.1996 fand zum zweiten Mal eine Distriktsversammlung in Rotenburg statt, die wieder von unserem OV organisiert wurde. Wir freuen uns, daß der Distrikt uns wieder mit dieser Aufgabe betraut hatte, wenn auch erneut viele fleißige Hände vonnöten waren.
Am 15. Juli 1996 verstarb unser Mitglied Eberhard, DJ6BS, im Alter von 47 Jahren. Wir verloren mit ihm einen engagierten Funkamateur, der neun Jahre lang als OVV tätig und Träger der Ehrennadel des Distrikts Nordsee war.
Im Mai 1997 hat sich eine OV-Runde etabliert, die sich Dienstags um 19.30 Uhr Ortszeit auf dem Verdener Relais DB0NN trifft. Teilweise bis zu zehn Teilnehmer, auch aus anderen OVs, haben einen festen Anlaufpunkt, um mit Mitgliedern des OV I 19 in Kontakt zu treten. Besonders der feste Zeitpunkt erleichtert es den Teilnehmern; die OV-Frequenzen sind zwar bekannt, aber oft wird niemand erreicht, weil gerade an dem Tag niemand am Gerät ist. So haben sich einige Mitglieder entschlossen, einen festen Termin einzuführen.
Seit Mitte 1997 ist unser OV auf Initiative von Thomas, DG1BHM, mit einer eigenen Seite im Internet präsent. Unter "http://www.qsl.net/dg1bhm" stellt Thomas den OV einschließlich dieser Chronik vor und bietet Querverweise zu anderen Seiten, die für Aussenstehende von Interesse sein könnten. Diese Art der Präsentation ist ein wichtiger Schritt in Richtung Nachwuchsgewinnung, weil Jugendliche in der heutigen Zeit h&auuml;ufig über einen Internetzugang verfügen und so auf das Amateurfunkhobby aufmerksam werden können.
Ein neuer Kursus zur Erlangung der Amateurfunkgenehmigung startete am Montag, den 27.4.1998 an der Eichenschule in Scheeßel. Nach Presseankündigung kamen zehn Interessierte zu einem vorhergehenden Informationsabend, an dem das Ziel des Lehr- gangs umrissen wurde. Die Leitung hatten Thomas,DG1BHM, und Björn, DG3BEW, unterstützt von Fall zu Fall von anderen OMs aus unserer Mitte. Es sollte vorrangig die neu geschaffene Klasse 3 angestrebt werden. Diese Klasse ist durch die neue Durchführungsverordnung eingeführt worden und erlaubt Funkbetrieb in allen Betriebs- arten im 2-Meter- und 70-Zentimeter-Band mit einer maximal abgestrahlten Leistung von zehn Watt. Neben Direkt- und Relais-Betrieb lassen sich mit dieser Klasse auch Verbindungen über Satelliten abwickeln; der "ganz kleine Schein" ist also durchaus die Mühe wert. Natürlich kann die Genehmigung aufgestockt werden, je nach Motivation der Teilnehmer soll dies auch angeboten werden in einem weiterführenden Kursus. Der Fragenkatalog wurde Mitte Mai 1998 veröffentlicht, sodaá ab dem Zeitpunkt auch gezielt unterrichtet werden konnte. Neu gegenüber früheren Fragen- katalogen waren die Themen "Digitale Betriebsarten" und "Elektromagnetische Verträglichkeit" sowie Personenschutz- und Herzschrittmachergrenzwerte.